Mittwoch, 20. Dezember 2017

Interview mit Emma-Blogtour zu Nachtlügen


Hey ihr Lieben,

heute macht die Blogtour von "Nachtlügen" bei mir halt. Ich freue mich, dass 3.Mal in diesem Jahr bei einer Blogtour von Jenna mit dabei zu sein! Jeder Beitrag zeigt eine andere Facette und es war toll meine kreative Ader zeigen zu dürfen. 

Heute gibt es ein weiteres Interview. Doch diesmal nicht mit der Autorin, sondern mit dem Hauptcharakter: Emma!
 Und nun viel Spaß beim Durchlesen♡


 Webseite: www.jennastrack.de
 Instagram + Quelle: @jennastrack 
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Der folgende Blogbeitrag enthält Spoiler zu 
"Nachtbeben" und "Nachtlügen" !!!
 
Herzlich Willkommen, Emma! Schön, dass du dir für das heutige Interview Zeit genommen hast.
Zu Beginn würde ich vorschlagen, dass du dich kurz vorstellst.

Hallo, Laura! Mein Name ist Emma Collard, ich bin zweiundzwanzig Jahre alt und studiere Psychologie und Literaturkunde an der UCLan in Preston. Ich lebe mit meinem Onkel in Heysham, einem winzigen, sehr idyllischen Küstenort. 


 
Nun starten wir mit den Fragen:

Ich: Das Ende von „Nachtbeben“ war spannend und tragisch! Wie geht es dir mittlerweile?

Emma: Ich kann das, was in Preston passiert ist, noch immer nicht glauben. Dass ich fast gestorben wäre, wenn Kieran nicht gewesen wäre, ist eine Sache, aber dass Hannah ihr Leben verloren hat, kommt mir so unfair vor. Sie hatte mit allem schließlich am allerwenigsten zu tun. Diesen Tag werde ich sicher niemals vergessen - leider. Doch verglichen mit den Monaten nach Josh’s Übergriff könnte man wohl sagen, dass es mir relativ gut geht. Ich meine, immerhin bekomme ich keine Panikattacke mehr, wenn ich Männerschuhe über den Boden klackern höre.

Ich: „Nachtlügen“ ist der 2.Band der Nacht-Trilogie. Wie fühlt es sich an, die Hauptprotagonistin in einer Geschichte zu sein?

Emma: Ganz ehrlich? Ich finde, mein bester Freund Jerry hätte die Hauptfigur sein sollen. Er ist so witzig - naja, jedenfalls normalerweise. Er hätte bestimmt so viele lustige Geschichten erzählt, und nicht so deprimierenden Kram wie ich. Denn im Grunde war das letzte Jahr genau das für mich: deprimierend. Schließlich ist es nicht bei dem Vorfall mit Josh geblieben.

Ich: Diesmal begibst du dich nach London. Im Gegensatz zu Heysham eine sehr laute und volle Stadt. Erzähl doch mal, was dich dazu bewegt hat und wie dein erster Eindruck von London war?

Emma: Ich bin Jerry nach London gefolgt. Er wollte weg von den Erinnerungen an Hannah, und weil er in der Vergangenheit stets für mich da war, wollte ich das gleiche für ihn tun. Das war selbstverständlich für mich; auch wenn London sicher nicht der Ort gewesen wäre, den ich mir selbst ausgesucht hätte. Obwohl meine Panik weitestgehend unter Kontrolle ist, bin ich lieber in einem kleinen Kaff als in einer Metropole, in der es voll und laut ist. Als ich an dem Busbahnhof in London ausgestiegen bin, war das erstmal ein Kulturschock. All diese Menschen, die hektisch in alle Richtungen gelaufen sind! Da haben sich meine Ängste kurzzeitig wieder gemeldet.

Ich: Was hielt den Kieran von deinem Vorhaben? Und wie genau ist denn euer Status aktuell?

Emma: Kieran war natürlich nicht gerade begeistert. Er macht sich Sorgen um mich, was ja süß ist. Und was sich wohl auch so gehört, schließlich bin ich seine Freundin. Ich denke, dass es schon ernst ist zwischen uns.

Ich: Dein bester Freund Jerry trauert um seine verstorbene Freundin Hannah. Wie verarbeitet er die letzten Geschehnisse?

Emma: Hannahs Tod hat Jerry vollkommen fertiggemacht. Er ist seltsam launisch; meistens sehr melancholisch und in sich gekehrt, aber dann wird er aus heiterem Himmel aggressiv. Das ist total untypisch für ihn. Aber ich verstehe ihn gut; wie furchtbar muss es sein, die große Liebe direkt vor den eigenen Augen sterben zu sehen?

Ich: An das Motto von „Nachtbeben“: „Lass dich von deinen Träumen forttreiben“ kann ich mich noch sehr gut erinnern. Begleiten dich Träume immer noch durch die Nacht?

Emma: Oh ja. Auch wenn es nicht länger Alpträume von Josh sind, so sind sie noch immer da.

Ich: Dein Studium dreht sich rund um die Psychologie des Menschen. Wie nah stehen sich, deiner Meinung nach Träume und Realität gegenüber?

Emma: Das kommt wohl auf den Träumer an. Meiner Erfahrung nach verschwimmen da oft die Grenzen. Natürlich gibt es auch völlig absurde Träume, die in dieser Form gar nichts mit der Realität zu tun haben können, doch auch diese finden ihren Ursprung in unserem Unterbewusstsein. Unser Gehirn verarbeitet nachts Eindrücke und zeigt uns Ängste oder Sehnsüchte auf, von denen wir gar nicht unbedingt wussten, dass wir sie haben. Und wenn man ein Gwarthar ist, dann ist es manchmal gar nicht so einfach zu unterscheiden, welche Bilder das Unterbewusstsein schickt, und welche Momente wahrhaftig sind. 

Ich: Und wieder gibt es ein überraschendes und sehr (!!) offenes Ende! Hast du schon eine Ahnung, wie es weitergeht?

Emma: Puh, ich glaube, es bleibt spannend. Es gibt immerhin noch ein paar offene Fragen, welche die Leser sich bestimmt stellen werden. Eins kann ich verraten: ich denke nicht, dass ich nochmal nach London zurückkehren werde. Jedenfalls hoffe ich das! In den letzten Wochen ist so viel passiert, dass ich dringend die Ruhe in Heysham brauche. Naja - sofern das mit der Ruhe im Moment überhaupt möglich ist. Und Liebe. Ja, ich glaube, im dritten Band wird es ganz viel Liebe geben.

Ich: Nun kommen wir schon zur letzten Frage des heutigen Interviews. Auf was dürfen sich die Bücherwürmer da draußen freuen und was möchtest du Ihnen mit auf den Weg geben?

Emma: In Nachtlügen erwartet die Leser eine Schnitzeljagd, die zu einer in Nachtbeben noch völlig undenkbaren Wendung führt. Und um es mit dem Spruch zu Nachtlügen zu sagen: „Träume, als wäre nichts unmöglich!" Viel Spaß beim Lesen!

Ich: Vielen Dank für das Interview, meine liebe Emma 

Emma: Danke dir, Laura! Bis zum nächsten Jahr :-)

Ich hoffe es hat euch genauso gut gefallen wie mir! "Nachtlügen" ist absofort erhältlich:)
Jenna, ich danke dir nochmal für deine Zeit😍
Morgen geht es weiter bei Tabea!

Liebste Weihnachtsgrüße, Laura